Tag 1 Freie Autorin

Heute, am 1. April – und das ist kein Aprilscherz – zelebriere ich den ersten Tag als Freie Autorin. Und ich will meine Leser – also die, die es interessiert – daran teilhaben lassen, wie so ein (typischer) Tag aussieht. Eigentlich erlebe ich ja schon seit Anfang Februar diese Tage. Denn seitdem muss ich nicht mehr in „meine“ Firma gehen, in der ich fast 28 Jahre vor dem Computer saß, um Rechnungen und Angebote zu schreiben, Kosten zu prüfen, zu telefonieren und noch so allerhand anderes zu tun. Denn so lange währte mein Urlaub, den ich noch abzufeiern hatte. Heute bin ich nun offiziell den ersten Tag keine Angestellte mit festem Einkommen mehr.

Über das Risiko, das diese Situation mit sich bringt, will ich hier nicht schreiben. Vielleicht dazu und über meine Beweggründe ein anderes Mal mehr. Hier soll an dieser Stelle nur mein Tagesablauf einen Platz bekommen.

Wie immer in den letzten Wochen habe ich ausgeschlafen. Für mich mit meinen chronischen Schlafstörungen das größte Glück. Danach kurzes Frühstück und rauf auf die Couch und rein ins Netz. Zuerst E-Mails checken (wieder ist die ultimative Jubel-Mail vom Wunschverlag (-Agentur) nicht dabei. Danach Verkäufe bei KDP. Auch hier kein Grund für Freudentänze. Schließlich Facebook. Ich amüsiere mich über einen kurzen Artikel von Matthias Matting über Fragen, die kein Selfpublisher mehr stellen sollte. Schäme mich ein bisschen, weil ich mir immer noch kein Lektorat für meine Bücher leiste.

Per Mail habe ich erfahren, dass nun endlich – nach ein paar Wochen Neugestaltung – mein Montsegur-Forum wieder online ist. Gestern habe ich es schon – mit Hilfe von google – geschafft, meinen Cache zu leeren, um bei Eingabe der Forenadresse keine Fehlermeldung zu bekommen. Also werde ich nachher gleich mal schauen, wer sich dort alles so tummelt und mein Profil neu ausfüllen. Dieses Forum ist mir sehr ans Herz gewachsen – besonders schmerzlich ist mir das in den letzten Wochen des Entzugs klar geworden.

Danach werde ich die 40 Seiten meines neuen Romans überarbeiten (im Moment hänge ich da nämlich irgendwie) und sie einer Testleserin anvertrauen, um von ihr zu hören, ob die Story funktioniert. Chick-Lit habe ich lange nicht mehr geschrieben und die Umstellung von Krimi/Thriller ist nicht so einfach.

Vielleicht habe ich ja dann auch die Satzdatei für meinen Kurzthriller „Luftgrab“ und kann ihn auf Fehler durchschauen.

Und vielleicht ist heute mein Buch angekommen, das ich für die Recherche für meinen neuen Thriller durcharbeiten muss.

Zwischendurch wärme ich mir das Mittagessen von gestern auf (Kohlrabigemüse mit Kartoffeln).

Dann ist Zeit für einen Gang mit den Stöcken an die frische Luft, um mein Hirn etwas auszulüften und den Rücken etwas zu fordern. Hoffentlich fängt es nicht wieder so an zu stürmen. Im Moment scheint die Sonne.

Ach ja, auf der Seite der Künstlersozialkasse, über die ich mich ab heute versichern lassen will, muss ich noch das Formular ausfüllen, damit mein Antrag auch ab heute läuft. (Die Unterlage sind per Post schon am Montag raus.)

Heute Abend findet in Stuttgart ein Treffen unserer Syndikatsgruppe statt, bei dem wir die neue Anthologie besprechen werden.

Und dann ist der Tag auch schon wieder rum.

Ziemlich relaxt, oder?

 

 

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